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Die Geschichte des weißen Schweizer Schäferhundes ist eng mit der Entwicklung des Deutschen Schäferhundes verbunden, denn ursprünglich stammen beide aus derselben Linie. Der weiße Schäferhund war früher lediglich eine Farbvariante des Deutschen Schäferhundes. Doch während die weißen Hunde in einigen Ländern geschätzt wurden, geriet ihre Farbe in anderen Regionen in Verruf, was dazu führte, dass sie aus der offiziellen Zucht ausgeschlossen wurden.
Ursprünge in Deutschland und den USA
Im späten 19. Jahrhundert wurde der Deutsche Schäferhund in Deutschland gezielt gezüchtet. Einer der bekanntesten Zuchtrüden war Horand von Grafrath, der als Stammvater der Rasse gilt. Er trug weiße Gene, und so gab es in den frühen Linien regelmäßig weiße Welpen. Doch mit der zunehmenden Popularität des Deutschen Schäferhundes in Deutschland entstand die Auffassung, dass weiße Hunde schwächer oder genetisch belastet seien. Diese Vorurteile führten 1933 dazu, dass die weiße Farbe in der Zucht des Deutschen Schäferhundes verboten wurde.
Glücklicherweise hatten Züchter in anderen Ländern, insbesondere in den USA und Kanada, weiße Schäferhunde aus Deutschland importiert, bevor das Verbot eingeführt wurde. Dort wurden die weißen Hunde weitergezüchtet, und ihre Beliebtheit nahm stetig zu.
Die Entstehung des weißen Schweizer Schäferhundes
In den 1970er-Jahren gewann die weiße Variante auch in Europa wieder an Aufmerksamkeit. Der entscheidende Wendepunkt kam, als der Rüde "Lobo," ein in den USA geborener weißer Schäferhund, in die Schweiz gebracht wurde. Lobo und seine Nachkommen legten den Grundstein für die heutige Zucht des weißen Schweizer Schäferhundes.
Im Jahr 1991 wurde die Rasse in der Schweiz offiziell anerkannt und zunächst als "Weißer Schäferhund" geführt. Im Jahr 2003 erkannte die Fédération Cynologique Internationale (FCI) die Rasse unter dem Namen "Weißer Schweizer Schäferhund" an, um ihre Herkunft und eigenständige Entwicklung zu betonen.
Charakter und Beliebtheit
Der weiße Schweizer Schäferhund zeichnet sich durch seinen freundlichen, aufgeschlossenen und sensiblen Charakter aus. Er ist ein hervorragender Familienhund, leicht zu erziehen und sehr menschenbezogen. Durch sein elegantes Aussehen und sein angenehmes Wesen erfreut er sich heute weltweit großer Beliebtheit – sowohl als Begleit- und Familienhund als auch als Arbeitshund in Bereichen wie Therapie, Rettung oder Sport.
Die Geschichte des weißen Schweizer Schäferhundes ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie eine fast vergessene Farbvariante nicht nur überleben, sondern sich als eigenständige, hoch geschätzte Rasse etablieren konnte.